
Verflucht normal
► Großbritannien 2025 ► Regie: Kirk Jones (II)
► Besetzung: Robert Aramayo, Shirley Henderson, Maxine Peake
► 121 Min. ► frei ab 12 Jahren
Dass ausgerechnet er einmal eine Auszeichnung aus den Händen der Queen erhalten würde, scheint für John Davidson lange undenkbar. In den frühen 1980er-Jahren wächst er in einer schottischen Kleinstadt auf, als sich erste Symptome des Tourette-Syndroms bemerkbar machen. Die unkontrollierbaren Tics machen ihn zunehmend zum Außenseiter – ein Zustand, der sein Leben über Jahre prägt. Auch als Erwachsener lebt John (Robert Aramayo) zurückgezogen bei seiner Mutter, gezeichnet von Medikamenten und Perspektivlosigkeit. Erst die Begegnung mit der warmherzigen Krankenschwester Dottie (Maxine Peake) bringt Bewegung in sein Leben. Sie begegnet ihm mit Verständnis und Humor, integriert ihn in ihren Alltag und eröffnet ihm neue Möglichkeiten. Besonders ein ebenso chaotisches wie komisches Vorstellungsgespräch wird zum Wendepunkt – und legt den Grundstein für unerwartete Freundschaften.
So verbindet Verflucht Normal sozialrealistisches Drama mit Elementen der warmherzigen Underdog-Komödie und steht damit in einer britischen Erzähltradition, die Ernsthaftigkeit und Humor selbstverständlich nebeneinander bestehen lässt. Getragen von einem nuancierten Spiel seines Ensembles, allen voran Robert Aramayo, entsteht ein sensibles, zugleich überraschend leichtes Porträt eines Menschen, der sich Schritt für Schritt seinen Platz in der Welt erkämpft – und dabei lernt, die eigene Geschichte nicht nur als Last, sondern auch als Stärke zu begreifen.
„Einfühlsam, lustig und Klischee-zerstörend.“ (Time Out)
Läuft von Donnerstag, 28. Mai bis Dienstag, 2. Juni, jeweils um 20:30 Uhr
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Nouvelle Vague
Der wunderbare, gleichnamige Film von Richard Linklater ist uns ein Anlass, einige Klassiker der Nouvelle Vague nochmals zu zeigen. Ab Mitte der 50er Jahre wendeten sich einige französische Filmkritiker gegen das zeitgenössische Kino, dem sie Biederkeit, Vorhersehbarkeit und fehlende Inspiration vorwarfen. Die beiden Kritiker Truffaut und Godard wechselten ins Regiefach gelten heute zusammen mit einigen anderen Regisseuren Alain Resnais, Louis Malle und Claude Chabrol als stilbildend für die Nouvelle Vague.
Im April und Mai bietet sich im Casablanca die seltene Gelegenheit, einige der Klassiker dieser Bewegung auf der großen Kinoleinwand zu erleben, wo sie ja schließlich auch hingehören.
Also: Runter vom Sofa, rein in den Kinosessel und Augen auf!
Unsere kommenden Filme zum Thema "Nouvelle Vague":
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