Ran
Ran
1985 Japan, Frankreich
Regie: Akira Kurosawa
Darsteller: Tatsuya Nakadai, Masayuki Yui, Mieko Harada
Länge: 162 Min.
FSK 12 - freigegeben ab 12 Jahren
Kurzfilm: Peas
Frei nach Shakespeares König Lear entwickelt Akira Kurosawa ein gewaltiges Epos über Macht, Wahnsinn, Verrat und Krieg.
Der alternde Fürst Hidetora teilt sein Reich unter seinen drei Söhnen auf, weil er sich selbst zur Ruhe setzen möchte. Doch zwischen den Söhnen entstehen Machtkämpfe, die schließlich zur Zerstörung der Familie und des gesamten Reiches führen. Besonders sein jüngster Sohn Saburō warnt Hidetora vor den Folgen seiner Entscheidung, wird jedoch verstoßen. Während Hidetora immer mehr seine Macht und seinen Verstand verliert, wird er mit den Folgen von Verrat, Gewalt und menschlicher Gier konfrontiert.
Voll des höchsten Lobes war seinerzeit die Filmbewertungsstelle: „Die Ausschussmitglieder waren ohne lange Diskussion darüber einig, dass es sich bei Ran um ein Meisterwerk der Filmgeschichte handelt … Er besitzt die in vielen Großfilmen (Rashomon, Die sieben Samurai, Kagemusha, usw.) erprobte Fähigkeit, seine Lehre nicht in blasser Theorie erstarren zu lassen, sondern mit genialer Kraft dem menschlichen Bewusstsein aufzuzwingen. Zu dieser Fähigkeit gehört die Gestaltung der packenden kriegerischen Massenszenen, die sich mit geradezu choreographischer Exaktheit entwickeln, ebenso wie die der intimen Szenen in stimmungsvollen Räumen, die von durchweg überzeugender Schauspielkunst getragen werden. Über dieses Lob erhaben ist die Kamera, die einerseits Bilder von Rembrandtscher Schönheit malt, andererseits den Landschaften geradezu dokumentarisches Leben einhaucht. Damit untrennbar verbunden das akustische Erlebnis vom Crescendo und Decrescendo der galoppierenden Pferde über das beunruhigende Zirpen der Grillen bis hin zur Musik, die mitunter Mahlersche Schicksalhaftigkeit annimmt.“ Dem können wir uns nur anschließen.









































