Hirten
Hirten
Bergers
2024 Kanada, Frankreich
Regie: Sophie Deraspe
Darsteller: Félix-Antoine Duval, Solène Rigot, Guilaine Londez
Länge: 113 Min.
Was bleibt vom Traum eines einfachen Lebens, wenn aus der Sehnsucht nach Freiheit harte körperliche Arbeit wird? Regisseurin Sophie Deraspe erzählt in Hirten von einem Mann, der alles hinter sich lässt, um noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Grundlage des Films ist der autobiografische Roman „Wo kommst du her, Hirte?“ des kanadischen Autors Mathyas Lefebure.
Der erfolgreiche Werbetexter Mathyas hat genug vom hektischen Großstadtleben in Montréal. Nach einem Burnout reist er ohne konkretes Ziel in die Provence – und fasst dort einen radikalen Entschluss: Er möchte Schäfer werden. Ohne Erfahrung, aber mit großer Entschlossenheit beginnt er, sich auf das entbehrungsreiche Leben in den Bergen einzulassen. Schnell zeigt sich jedoch, dass der Alltag eines Hirten wenig mit romantischen Vorstellungen zu tun hat. Hitze, Unwetter, Raubtiere und die skeptischen Blicke der Einheimischen stellen ihn immer wieder auf die Probe.
Als Mathyas die junge Élise kennenlernt, die ebenfalls ihrem bisherigen Leben den Rücken gekehrt hat, wagen die beiden gemeinsam ein außergewöhnliches Abenteuer. Mit einer Herde von 800 Schafen verbringen sie den Sommer in den Hochlagen der provenzalischen Alpen. Dort lernen sie nicht nur die Schönheit einer nahezu unberührten Landschaft kennen, sondern auch die Verantwortung und Hingabe, die ein Leben im Einklang mit der Natur verlangt.
Sophie Deraspe vermeidet bewusst jede Verklärung des Aussteigerlebens. Stattdessen erzählt sie mit beeindruckenden Landschaftsbildern und großer Ruhe von der Suche nach Sinn, Selbstbestimmung und einem anderen Rhythmus des Lebens. Dabei wird die Schäferei zum Sinnbild für eine existenzielle Neuorientierung, bei der Freiheit stets mit Verantwortung verbunden ist.
Hirten ist ein poetischer, bildgewaltiger Film über den Mut, vertraute Wege zu verlassen. Eine ebenso entschleunigende wie inspirierende Geschichte über die Sehnsucht nach einem Leben, das nicht vom Erfolg bestimmt wird, sondern von der Nähe zur Natur und zu sich selbst.
„Eine großartige und wahre Ode an die Berge der Haute Provence und an deren Schäfer, die sich dem Wolf, der Massentierhaltung und dem formatierten Zeitgeist widersetzen.“ (La Tribune du Dimanche)
Läuft am:
Fr, den 11.09. um 18:30 Uhr
Sa, den 12.09. um 18:30 Uhr
Di, den 15.09. um 20:30 Uhr
Mi, den 16.09. um 20:30 Uhr




































