A Sad And Beautiful World (OmU)
A Sad And Beautiful World (OmU)
Nujum al'amal w al'alam
2025 Libanon, Deutschland, USA
Regie: Cyril Aris
Darsteller: Mounia Akl, Hassan Akil, Julia Kassar
Länge: 110 Min.
FSK 12 - freigegeben ab 12 Jahren
Kurzfilm: You and Me
Kann Liebe dort wachsen, wo Krisen zum Alltag gehören? Mit großer Wärme und feinem Humor erzählt Cyril Aris in A Sad and Beautiful World von zwei Menschen, deren Leben vom Schicksal auf wundersame Weise miteinander verbunden scheint – und zugleich von einer Stadt, die trotz aller Zerstörung niemals ihre Lebensfreude verliert.
Nino und Yasmina kommen am selben Tag im selben Krankenhaus in Beirut zur Welt. Jahre später begegnen sie sich in der Schule und träumen davon, ihre Heimat mit einem magischen Zug zu verlassen. Doch das Leben schlägt andere Wege ein. Erst Jahrzehnte später führt der Zufall die beiden wieder zusammen. Aus der alten Verbundenheit entsteht eine große Liebe – gerade in einer Zeit, in der Yasmina das von politischen und wirtschaftlichen Krisen erschütterte Libanon verlassen möchte, während Nino unbeirrbar an seiner Heimat festhält.
Mit der unerwarteten Schwangerschaft spitzt sich der Konflikt zu. Während Nino voller Vorfreude in die Zukunft blickt, fragt sich Yasmina, ob sie ihrem Kind in Beirut überhaupt eine sichere Perspektive bieten kann. Aus dieser persönlichen Entscheidung entwickelt der Film ein ebenso intimes wie universelles Drama über Heimat, Hoffnung und die Frage, ob man bleiben oder gehen soll.
Cyril Aris verbindet romantische Komödie, Familiendrama und Gesellschaftsporträt zu einem berührenden Film, der nie in Resignation verfällt. Stattdessen zeigt er die Menschen Beiruts mit all ihrer Widerstandskraft, ihrem Witz und ihrer Fähigkeit, selbst in schwierigen Zeiten das Leben zu feiern. Die Stadt wird dabei weit mehr als eine Kulisse – sie ist eine eigenständige Figur, voller Widersprüche, Schönheit und Schmerz.
Für seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde A Sad and Beautiful World mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Zu Recht: Es ist ein Film voller Menschlichkeit, der zwischen Melancholie und Leichtigkeit balanciert und lange nachhallt. Eine ebenso poetische wie lebensbejahende Liebesgeschichte über das Festhalten an Träumen – und darüber, dass Hoffnung manchmal dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet.


























