Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust.
Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust.
Pour le Plaisir
2026 Frankreich
Regie: Reem Kherici
Darsteller: Alexandra Lamy, François Cluzet, Mitty Hazanavicius
Länge: 89 Min.
Kurzfilm: Fár
Nach zwanzig Jahren Ehe scheint zwischen Fanny und Tom eigentlich alles vertraut geregelt: Man liebt sich, arrangiert sich mit kleinen Marotten und kämpft gemeinsam gegen die alltäglichen Sorgen. Während Tom als Ingenieur lieber an skurrilen Erfindungen tüftelt, als sich um die prekäre Finanzlage zu kümmern, trägt Fanny längst ein Geheimnis mit sich herum. Eines Tages spricht sie es aus: Sie hatte in ihrem ganzen Leben noch nie einen Orgasmus.
Was leicht in einer klassischen Beziehungskrise enden könnte, entwickelt sich stattdessen zu einem ebenso absurden wie berührenden Gemeinschaftsprojekt. Tom nimmt das Geständnis nicht als Kränkung, sondern als Herausforderung. Mit beinahe fanatischem Erfindergeist beginnt er, ein Gerät zu entwickeln, das weibliche Lust neu denken soll. Die ersten Experimente wirken dabei eher wie aus einer Garagenwerkstatt für gescheiterte Heimwerkerideen: umgebaute Pumpen, improvisierte Apparaturen und endlose Testreihen im heimischen Keller. Doch Fanny wird nicht nur zur Testperson, sondern zunehmend zur eigentlichen Mitstreiterin dieser ungewöhnlichen Mission.
Die Geschichte orientiert sich deutlich an der realen Entstehung des später weltweit erfolgreichen „Womanizer“. Tatsächlich entwickelte der bayerische Tüftler Michael Lenke ab 2012 erste Prototypen gemeinsam mit seiner Ehefrau. Entscheidender Durchbruch war die Idee, weibliche Lust nicht über klassische Vibration, sondern über pulsierenden Luftdruck zu stimulieren – eine Technologie, die den Markt für Sexspielzeug nachhaltig verändern sollte.
Regisseurin Reem Kherici erzählt diese wahre Geschichte jedoch nicht als nüchterne Erfolgschronik, sondern als turbulente Liebeskomödie voller Situationswitz, Peinlichkeiten und zärtlicher Momente. Zwischen gescheiterten Experimenten, familiärem Chaos und immer neuen Rückschlägen entdecken Fanny und Tom etwas wieder, das im Alltag beinahe verloren gegangen war: echte Neugier aufeinander.
So wird „Chéri, ich komme!“ weit mehr als eine Komödie über ein Sexspielzeug. Der Film erzählt mit überraschender Wärme von einer langen Beziehung, die den Mut findet, noch einmal ganz von vorne anzufangen.
„Eine überraschend zärtliche Komödie über Liebe, Lust und gemeinsames Scheitern.“ (Neue Visionen Filmverleih)



















