The Chronology of Water
The Chronology of Water
2025 USA, Frankreich, Lettland
Regie: Kristen Stewart
Darsteller: Imogen Poots, Thora Birch, Michael Epp, Earl Cave
Länge: 128 Min.
FSK 16 - freigegeben ab 16 Jahren
Was für ein Debüt! US-Schauspielerin Kristen Stewart, bekannt geworden durch die „Twilight“-Saga, emanzipiert sich mit ihrer ersten Regiearbeit endgültig vom Konsenskino Hollywoods. Stewart kämpfte acht Jahre lang um die Relaisierung des Films. Sie löst die autobiografische Vorlage der Schriftstellerin und Schwimmerin Lidia Yuknavitch aus den Konventionen des klassischen Biopics. Statt einer linearen Lebensgeschichte erzählt der Film aus der subjektiven Perspektive seiner Hauptfigur – körperlich, fragmentarisch, aus nächster Nähe.
Lidia wächst im Oregon der 1970er Jahre in einem von Gewalt und Alkohol geprägten Umfeld auf. Als begabte Schwimmerin sucht sie Zuflucht im Wasser, doch Schmerz und Selbstzerstörung begleiten sie auch an Land. Erst im Schreiben beginnt sie, sich ihre eigene Geschichte anzueignen und Erfahrungen von Verletzung und Verlust in Sprache zu verwandeln.
Imogen Poots verkörpert Lidia Yuknavitch mit einer Präsenz, die nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Stewart findet für Yuknavitchs Prosa eine filmische Form, die deren sinnliche Sprache nicht illustriert, sondern übersetzt. „The Chronology of Water“ taucht ganz in das Erleben seiner Hauptfigur ein – und erzählt von Selbstermächtigung als Prozess, nicht als Ziel.
„Kristen Stewarts Adaption von Lidia Yuknavitchs autobiografischem Kultbuch ist ein brachiales, mutiges und expressives Regiedebüt, das weder Hauptfigur noch Publikum schont“ (epd film)

























