Herr Wichmann aus der dritten Reihe
Herr Wichmann aus der dritten Reihe
2012 Deutschland
Regie: Andreas Dresen
Länge: 90 Min.
FSK 0 - freigegeben ohne Altersbeschränkung
Acht Jahr nach seinem Dokumentarfilm „Herr Wichmann von der CDU“ heftete sich Regisseur Andreas Dresen nochmal an die Fersen des unermüdlichen Politikers.
Der Brandenburger Henryk Wichmann sitzt inzwischen, wie im Titel beschrieben, in der dritten Reihe des Landtags; als Nachrücker hat er den letzten Platz seiner Fraktion erwischt. Man befindet sich also nicht gerade im Zentrum der Macht – dort, wo Politik mit heißem Eisen geschmiedet wird. Dresen beobachtet die Mühlen der Politikarbeit ohne Häme. Kein Wunder, denn Henryk Wichmann entspricht so gar nicht dem Klischee des Politikers, der Diäten einstreicht und seine Zeit im Kabinett absitzt. Zuhause in seinem Wahlkreis nimmt er sich jeden Problems und jeder Nachfrage an.
Dresen beschreitet dabei einen schmalen Grat zwischen Absurdität und komischer Tragik. Und er beschreibt auf verblüffende Weise, wie Politik im Alltag funktioniert: nicht als abstraktes Konzept, sondern als zähes Ringen um jeden Zentimeter, notfalls auch fraktionsübergreifend.
„Dieser Film ist ein wirksameres Gegen-Mittel gegen Politik-Verdrossenheit als tausend TV-Talkshows.“ (kunstundfilm.de)
























